Für Unternehmen

Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung

Wichtige Erfolgsfaktoren für Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente sind Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Investition in eine betrieblich unterstützte Kinderbetreuung lohnt sich:  Sie hat einen hohen betriebswirtschaftlichen Nutzen, verstärkt auf dem Arbeitsmarkt das positive Image als Arbeitgeber und bindet Fachkräfte während der Familienphase an das Unternehmen.

Positive Effekte für Unternehmen

  • Bessere Chancen bei der Gewinnung von Fachkräften durch positives Employer Branding
  • Langfristige Bindung von Fachkräften, Wissenserhalt im Unternehmen
  • Höhere Rückkehrquote aus der Elternzeit und geringerer Wiedereingliederungsaufwand
  • Rückgang der Mitarbeiterfluktuation, sinkender Zeit- und Kostenaufwand für Neurekrutierungen
  • Reduktion von Stress bei Eltern durch arbeitsplatznahe Betreuung, geringerer Krankenstand
  • Gesteigerte Produktivität durch höhere Motivation, Konzentration und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten
  • Besseres Betriebsklima und höhere Mitarbeiterzufriedenheit
  • Verbesserung des lebensphasenorientierten Personalmanagements

Modelle betrieblich unterstützter Kinderbetreuung

Wenn die öffentlichen Regelbetreuungen für Kinder nicht ausreichen oder nicht flexibel genug sind, bieten betrieblich unterstützte Betreuungsangebote eine wertvolle Chance für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch mittelständische Unternehmen können unter Berücksichtigung ihrer Struktur eine passgenaue und praktikable Lösung für betriebsnahe Kinderbetreuung entwickeln.

Die Lösung kann eine regelmäßige oder punktuelle Maßnahme sein. Als punktuell bezeichnet man kurzfristige, flexible und bedarfsorientierte Betreuungsangebote, die Betreuungslücken schließen oder für Notfallsituationen wappnen. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber seine beschäftigten Eltern auch durch die Gewährung eines zweckgebundenen Kinderbetreuungskostenzuschusses zum Gehalt entlasten. Der Zuschuss kann für nicht schulpflichtige Kinder bezahlt werden und ist steuer- und sozialversicherungsfrei.

Regelmäßige Betreuungsmaßnahmen:

Eine qualifizierte Tagespflegeperson betreut gleichzeitig bis zu 5 Kinder. Diese familienähnliche Betreuungsform empfiehlt sich für Kinder unter 3 Jahren. Die Tagespflegepersonen sind öffentlich gefördert und arbeiten selbstständig. Das Unternehmen kann geeignete Räume für die Betreuung zur Verfügung stellen und sich an den Betreuungskosten beteiligen.

Mindestens zwei Tagespflegepersonen dürfen bis zu 9 Kinder betreuen. Diese Tagespflegepersonen können auch bei Trägern der öffentlichen oder privaten Jugendhilfe angestellt sein. Kooperationen mit Trägern zur Sicherung des benötigten Betreuungsangebots sind möglich, indem sich das Unternehmen an Personalkosten, Ausstattung und Miete beteiligt.

Das Unternehmen kooperiert mit dem Träger der Kita und reserviert einen Betreuungsplatz oder ein Kontingent von Plätzen. Im Gegenzug beteiligt es sich an der Finanzierung der Betreuungsplätze der Kita.

Mehrere Unternehmen und/oder Institutionen schließen sich zusammen und bauen für die Kinder ihrer Beschäftigten eine gemeinsame Einrichtung auf. Jedes Unternehmen sichert sich sein bedarfsgerechtes Betreuungskontingent.

Das Unternehmen betreibt eine eigene Tageseinrichtung für Kinder, meist auf dem Betriebsgelände oder in dessen Nähe. Als Träger kommen öffentliche, privat-gemeinnützige und privat-gewerbliche Anbieter infrage. Die Kita benötigt eine Betriebserlaubnis.

Unternehmen können die Gründung einer privaten Elterninitiative oder eines privaten Vereins durch Geld- und Sachmittel unterstützen und/oder interessierte Beschäftigte für die ehrenamtliche Tätigkeit stundenweise vom Dienst freistellen.

Punktuelle Maßnahmen:

Eltern beaufsichtigen ihr Kind selbst und gehen gleichzeitig ihrer Arbeit nach. Dieses Angebot erzeugt keinen großen logistischen und finanziellen Aufwand.

Angebote für berufstätige Eltern, die Kitaschließzeiten und Schulferien überbrücken müssen. Ferienfreizeiten können vom Unternehmen selbst oder in Kooperation mit lokalen Anbietern von Ferienbetreuungsmaßnahmen z.B.  Jugendamt, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden etc. organisiert werden.

Neben lokalen oder regionalen gibt es auch bundesweit tätige Familiendienstleister. Diese beraten und vermitteln Betreuungsplätze. Die Kosten richten sich nach der in Anspruch genommenen Leistung. In der Regel übernimmt der Arbeitgeber mindestens die Vermittlungsgebühren.

Schrittweise zur Umsetzung

Startsignal geben

Sie haben für Ihr Unternehmen den Entschluss gefasst, sich mit der Thematik „betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“ ganz konkret zu befassen.

ToDo’s

  • Beziehen Sie alle beteiligten Akteure mit ein (z.B. Personalabteilung, Betriebsrat).
  • Bestimmen Sie einen verlässlichen Ansprechpartner für genau dieses Vorhaben.

Nehmen Sie bereits in dieser Startphase Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie und erörtern Ihnen gerne die verschiedenen Möglichkeiten, welches Kinderbetreuungsmodell zu Ihrem Unternehmen passen könnte.

Bedarf analysieren

Für die Auswahl der Betreuungsform und für die erfolgreiche Realisierung des Vorhabens ist es enorm wichtig, den konkreten Bedarf in Ihrem Unternehmen zu kennen. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Mitarbeiterstruktur gibt es verschiedene Vorgehensweisen, um die relevanten Daten zu ermitteln (z.B. Mitarbeiterbefragung).

ToDo’s

  • Aktuellen Bedarf ermitteln
  • Zukünftigen Bedarf ermitteln

Competentia verfügt über viel Erfahrung mit solchen Bedarfsanalysen und kann Sie dabei unterstützen. Außerdem können wir Ihnen bei den weiteren Schritten helfen.

Informationen beschaffen

Um die zuvor genannten wichtigen Entscheidungen treffen zu können benötigen Sie gezielte Informationen. Dazu zählen u.a. gesetzliche Rahmenbedingungen und z.T. auch Bestimmungen, die je nach Standort Ihres Unternehmens und Kommune abweichen können.

Informationen erhalten Sie bei:

  • zuständigem Jugendamt
  • freie KiTa-Träger
  • andere Familiendienstleister

Competentia steht Ihnen hier als gut vernetzter Partner auch jetzt zur Seite.

Finanzierung und Fördermöglichkeiten

Nachdem Sie sich nun informiert, Ihren Bedarf ermittelt und sich für eine Betreuungsform entschieden haben sollten Sie klären, welche Kosten auf Sie zu kommen. Je nach Modell sind verschiedene Positionen zu berücksichtigen:

  • Anschub des Vorhabens
  • Investitionen für den Kauf einer Immobilie, deren Umbau, Renovierung und Ausstattung
  • laufenden Betriebskosten z.B. für das benötigte Personal

Bei der Planung eines betrieblichen Betreuungsangebotes sollten Unternehmen auch prüfen, ob und inwieweit öffentliche Fördermittel in Anspruch genommen werden können. Auch hier stehen wir als kompetenter Partner an Ihrer Seite und informieren Sie über aktuelle Förderprogramme.

Partnersuche und Kooperationen definieren

Je nachdem, für welches Betreuungsmodell Sie sich schließlich entscheiden, sollten Sie sich auf die Suche nach den richtigen Partnern begeben. Wir können Sie bei der Suche auf lokaler Ebene unterstützen und dabei unsere bestehenden Kontakte nutzen. Haben Sie geeignete Partner wie z.B. einen Träger für Ihr Vorhaben gefunden, werden im Rahmen von schriftlichen Kooperationsvereinbarungen die gegenseitigen Rechte und Pflichten aller Beteiligten definiert.

Unser Tipp:

Die Praxis hat gezeigt, dass sich häufig insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen die Zusammenarbeit mit anderen Betrieben für ein gemeinsames Betreuungsangebot empfiehlt.

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Für weitere Informationen oder zur Klärung von Fragen, erreichen Sie mich gerne auch persönlich unter:

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